"Das Volk [hat] das Vertrauen der
Regierung verscherzt...
Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung
löste das Volk auf und wählte ein anderes?"
Bertolt Brecht: Die
Lösung
Unqualifizierte Polemik, Zahlentricksereien,
schlichte Unfähigkeit Zahlen zu lesen
oder absichtliches Verbreiten von
Lügen ?
Gesetze erlassen und wieder streichen falls sie sich als
unvorteilhaft erweisen ?
Drohungen und Erpressungen ? Machterhalt um
jeden Preis ?
Von anderen Solidarbeiträge einfordern und sich selbst
ungeniert an Steuerzahlungen und Beitraggeldern bedienen
?
Leben wir noch in einem demokratischem
Rechtsstaat ?
Führt man so ein Land aus der Krise ?
Diese Gesundheitspolitik gefährdet
unsere Gesundheit
Adolf Bauer
(Sozialverband Deutschland) : " Ein Skandal, dass Apotheken eine
Ausgleichszahlung für Einnahmeeinbußen durch die
Gesundheitsreform erhalten sollen, obwohl diese unter dem
Strich nicht eingetreten sind.
Die Fakten - unterm Strich
: - 2/3 der Apotheken erlitten teils existenzbedrohende
Verluste - 545 Apotheken haben ihre Selbstständigkeit
aufgegeben - 3000 wohnortnahe Apotheken-Arbeitsplätze
vernichtet - 2002 : rund 10000 Auszubildende - 2004 nur noch 7000
!
Der eigentliche Skandal : - unwahre
Behauptungen - die Aufforderung bestehende Gesetze nicht
anzuwenden Wo war sein Einspruch 2003 als das Gesetz beraten
wurde ? |
Diese Gesundheitspolitik gefährdet
unsere Gesundheit
Klaus Kirschner (
"Gesundheitsexperte" SPD ) : " Die Apotheker gehörten unter dem
Strich zu den großen Gewinnern der Gesundheitsreform "
weitere
Fakten für unsere "Gesundheitsexperten" : Der Umsatz aller
Apotheken ist 2004 um ca 3,3 % gefallen 23 % weniger
verschreibungspflichtige Arzneimittel 62 % weniger nicht
verschreibungspflichtige
Arzneimittel |
Die schlimmsten Fehler macht man in
der Absicht, einen Fehler
gutzumachen. - Jean Paul
Diese Gesundheitspolitik gefährdet
unsere Gesundheit
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Klaus Kirschner (SPD -
"Gesundheitsexperte" ) : Der Absatz des Reformgesetzes, der
Apothekern eine Ausgleichszahlung garantiert muss künftig aus dem Gesetz
gestrichen werden "
Fakt : Kirschner hat als
"Gesundheitsexperte" der SPD dieses Gesetz mit
erarbeitet. Wären die Packungszahlen gestiegen, hätten die
Apotheken an die Krankenkassen nachzahlen müssen. Hätte
unser Gesundheitsexperte dann auch gefordert, dass der Paragraf wieder
gestrichen werden muss ?
Gelten unsere Gesetze nur noch wenn
es der Regierung ins Konzept passt
? |
Diese Gesundheitspolitik gefährdet unsere
Gesundheit
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Karl Lauterbach ( hochbezahlter
Regierungsberater) : " Die Forderung der Apotheker nach
Ausgleichszahlungen in Millionenhöhe ist unverschämt, da sie keinen
solidarischen Beitrag zur Reform geleistet haben."
Als
Regierungsberater kennt Lauterbach die Fakten : Rund 500
Mio Solidarbeitrag der Apotheker waren in der Apothekervergütung
bereits eingerechnet. 1/4 der Apothekenvergütung geht als
Rabatt an die Kassen zurück. Wegen des Rückgangs der
Verschreibungen erlitten die Apotheken ZUSÄTZLICHE - nicht eingeplante -
Verluste in Höhe von 390 Mio Euro !
Wegen dieser Stimmungsmache und
den Drohungen der Regierung haben die Apotheken notgedrungen zu 90 % auf
den Ausgleich dieser zusätzlichen Verluste ( 350 Mio )
verzichtet. Auf wieviel % seiner "unverschämten" Honorarforderungen
verzichtet unser Regierungsberater
? |
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Gesundheit
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Karl Lauterbach ( hochbezahlter
Regierungsberater) :
01.07.03
Landauer Neue Presse : " Regierungs-Berater : Ältere Patienten
werden von Ärzten schlechter behandelt. Prof. Lauterbach beklagt
Rationierung von Medikamenten.
Obwohl das Geld dafür
vorhanden sei, würden Ärzte bestimmte wirksame Medikamente nicht mehr
verordnet, erklärte der Chefberater von Bundesgesundheitsministerin Ulla
Schmid. "
Fakt : Geld ist
genügend vorhanden ? Behandeln die Ärzte also aus purer Bosheit ihre
Patienten nicht mit den besten vorhandenen, sondern mit teilweise über 20
Jahre alten, nebenwirkungsreicheren, Billig- und Importmedikamenten
?
Diese Aussage des
Regierungsberates ist an Unaufrichtigkeit kaum noch zu übertreffen. Da
wurde den Patienten jahrelang versichert, dass jeder, unabhängig vom
Geldbeutel und vom Alter, alle medizinischen Leistungen erhalten würde,
aber gleichzeitig werden die Ärzte mit Regress bedroht, wenn sie zu viele
und zu teure Arzneimittel verordnen !
Nach dem Motto "Angriff ist
die beste Verteidigung" wird die Schuld den Ärzten zugeschoben
! |
Alle Neuerer, die die Demokratie als
Sprungbrett zur Macht benutzen,
finden sie lästig, sobald sie zur Macht
gelangt sind. -
George Bernard Shaw
Diese Gesundheitspolitik
gefährdet unsere Gesundheit
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SPD-Fraktionsvize Gudrun
Schaich-Walch : drohte den Apotheken mit einer Gesetzesänderung. " Wir
werden in keinem Fall eine Mehrbelastung für die Versicherten akzeptieren
"
Fakt : Leben wir noch in einer Demokratie, oder können
einzelne Parteien Gesetze nach Belieben ändern ? Trotz 9500 Mio
Einsparungen haben die meisten Kassen ihre Beiträge nicht gesenkt
! Das erpresste zusätzliche Opfer der Apotheken hat den Kassen
weitere 350 Mio eingespart. Glauben Sie wirklich, dass diese
vergleichsweise "kleine" Einsparung nun an die Versicherten weitergegeben
wird ?
|
Wer die Wahrheit nicht weiß, ist ein
Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie
eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.
- Bertolt Brecht
Diese Gesundheitspolitik gefährdet unsere
Gesundheit
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Gesundheitsministerin Ulla
Schmidt : "Die Apothekerschaft hat ein gutes Geschäftsjahr 2004
verzeichnet, daher ergibt sich kein sachlich begründeter Anspruch
auf Nachzahlungen."
Ulla Schmid ( beim Verkünden des Erfolges ihrer
Gesundheitsreform ) : Im Arzneimittelbereich lagen die Ausgaben der
Krankenkassen mit einem Rückgang um rd. 2,4 Mrd. Euro unter den Ausgaben
des Jahres 2003. Deutliche Rückgänge auch bei nicht
verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.
"Regierungs-PISA"
: Rückgang + Rückgang = Gutes Geschäftsjahr !
! |
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Gesundheit
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Gesundheitsministerin Ulla
Schmidt : " Das Gesetz begründet keine Pflicht der Krankenkassen
zur Nachzahlung an die Apotheker. "
2003 hat die Ministerin ins
Gesetz schreiben lassen : (Paragraph 130 Absatz 1 a SGB V) "
für das Jahr 2005 sind Vergütungen der Apotheken, die sich aus einer
Abweichung der Zahl der abgegebenen Packungen verschreibungspflichtiger
Arzneimittel ... ergeben,
auszugleichen.“
Anm.: Für wen gelten
Gesetze noch in diesem Lande
? |
Ich stehe Statistiken etwas skeptisch
gegenüber. Denn laut Statistik
haben ein Millionär und ein armer Kerl jeder
eine halbe Million.
(Franklin Delano Roosevelt)
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Gesundheitsministerin Ulla
Schmidt : "Kleine und mittlere Apotheker hatten - wie vom
Gesetzgeber beabsichtigt -
Rohertragszuwächse"
Fakt: Respekt, unsere Ministerin haut
hier sehr geschickt den Apothekerverbänden die eigene Statistik um die
Ohren. Ca. 1/3 der Apotheken konnte durch die Abgabe von hohen
Packungszahlen und Einsparung von
Personalkosten tatsächlich ihren Ertrag
verbesssern. Vormals größere Apotheken sind in den mittleren Bereich
der sogenannten "typischen Apotheke" abgesunken, die daher rein
rechnerisch ihren Ertrag um 3000 Euro verbessern
konnte.
Verschwiegen wird : Dass 2/3 der Apotheken nicht
dieser statistisch "typischen Apotheke" entsprechen und diese teils
existenzbedrohende Verluste hinnehmen mussten !
Dass von einem Honorar pro
Packung natürlich nur Apotheken profitieren die hohe Packungszahlen
abgeben.
Dass gerade kleine Apotheken mit weniger Ärzten, weniger
Rezepten und weniger Packungen zu den "Gewinnern" gehören sollen,
empfinden diese Apotheken als äußerst zynisch.
Mit zynischen
Argumentationen wird unsere Ministerin die Existenz der kleinen Apotheken
und die Arzneimittelversorgung in ländlichen Gebieten wohl kaum sichern
können ! |
Diese Gesundheitspolitik gefährdet unsere
Gesundheit
Behauptung : "Die
Apotheker haben keinen Solidarbeitrag geleistet !"
Fakt
- hier die Solidarbeiträge der
Beteiligten : Nicht mehr bezahlte Arzneimittel
: 1,4 Milliarden
Euro Erhöhung der Patientenzuzahlungen: 0,6
Milliarden Euro Erhöhung des
Herstellerrabatts:
1,0 Milliarden Euro Halbierung der Großhandelsmargen und
Umstellung
der Apothekenvergütung:
0,8 Milliarden Euro |
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Lanz , Bundesverband der
Betriebskrankenkassen ( Lanz ) : nannte die Nachforderung der
Apotheken unter Hinweis auf GESTIEGENE Apothekenumsätze
"ärgerlich".
Lanz einige Wochen vorher : Die
gesetzlichen Krankenkassen haben 2003 noch 22,8 Milliarden Euro für
Arzneimittel ausgegeben, Ende 2004 werden es nur nur 20,4 Milliarden Euro
sein.
Die Kassen haben also 2,4 Mrd gespart. Nur ein Teil der
Patienten konnte sich die nicht mehr bezahlten Arzneimittel selbst kaufen,
dennoch sollen die Umsätze der Apotheken unterm Strich gestiegen sein ! ?
"BKK- PISA" |
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Klaus Zöller (
"Gesundheitsexperte" der CSU ) : "Die Kassen hatten wegen der
Umstellung der Vergütung ( Fixum pro Packung ) die
Befürchtung, dass die Apotheker mehr kleine Packungen
abgeben und dadurch für einen Kostenschub sorgen."
Fakten
die "Gesundheitsexperten" und Kassenfunktionären bekannt sein sollten
: Die Apotheke ist bei der Arzneimittelabgabe an strenge
Gesetze und Verträge mit den Kassen gebunden !
Wenn eine Apotheke
aufgrund von Lieferproblemen anstatt einer verordneten 100er
Packung zwei 50er Packungen abgibt, um dem Patienten eine längere
Wartezeit zu ersparen, dann bezahlt sie die Mehrkosten aus
eigener Tasche ! Die Krankenkasse bezahlt natürlich immer nur die
verordnete Packung ! |
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Gesundheit
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Klaus Zöller (
"Gesundheitsexperte" der CSU ) : "Die Zahlen müssen jetzt auf den
Tisch. Es kann nicht angehen, dass Apotheker sagen, sie hätten eine
bestimmte Menge an verschreibungspflichtigen Packungen weniger
abgegeben als im festgelegten Vergleichsjahr 2002, wenn sie gleichzeitig
im nicht verschreibungspflichtigen Arzneibereich einen wesentlich
höheren Umsatz verzeichnen. Das muss gegeneinander aufgerechnet
werden."
Fakt:
Die Zahlen liegen längst auf dem Tisch,
man muss sie nur lesen : Verschreibungspflichtige Packungen : 37
Mio weniger als 2002 ! Nicht verschreibungspflichtige Packungen : 132
Mio weniger ! Insgesamt sind die Verordnungen um 1,8 Mrd Euro
gesunken !
Da die Patienten durch die Reform gezwungen
wurden die nicht mehr verordneten Arzneimittel selbst zu kaufen, haben
sich natürlich die Apothekenumsätze bei den selbstgekauften Arzneimitteln
erhöht ! Aber leider konnte sich dies nur ein Teil der
betroffenen Patienten leisten und daher betrug unser "wesentlich höherer
Umsatz" nur 700 Mio !
Hier die erbetene Aufrechnung
: 1,8 Mrd Verlust + 0,7 Mrd Plus = 1,1 Mrd
Verlust
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Gesundheit
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Grünen-Vorsitzender Reinhard
Bütikofer : "Es geht nicht, dass sich jetzt die Apotheken auf
Kosten der Versicherten auch noch eine zweite goldene Nase verdienen
wollen".
Fakt : Die "goldenen" Zahlen sind natürlich auch
Herrn Bütikofer bekannt. Wer so polemisch Fakten verdreht sollte nicht
länger vom Steuerzahler bezahlt werden
! |
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Gesundheit
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MDB Kurth Bündnis 90/ Die
Grünen auf der Sonder-Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen ( 06.03 )
:
"Es gibt 20 000 Apotheken, die sich mit ihren Angestellten auf
Kosten der Versicherten satt gesogen haben. Das gehen wir
an." |
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Gesundheit
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MDB Kurth Bündnis 90/ Die
Grünen auf der Sonder-Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen ( 06.03 )
:
"Es gibt 20 000 Apotheken, die sich mit ihren Angestellten auf
Kosten der Versicherten satt gesogen haben. Das gehen wir
an."
Offenbar sehr "erfolgreich" : - 545 Apotheken haben ihre
Selbstständigkeit aufgegeben - 3000 wohnortnahe Apotheken-Arbeitsplätze
vernichtet - 2002 : rund 10000 Auszubildende - 2004 nur noch 7000
! |
Diese Gesundheitspolitik gefährdet unsere
Gesundheit
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Pressestelle Berlin, den
09.09.2003
Durch den sinkenden Beitragssatz zur Gesetzlichen
Krankenversicherung auf unter 13 Prozent im Jahr
2007 trägt die Reform dazu bei, die Lohnnebenkosten zu verringern
damit Beschäftigung entsteht. "Mit der Reform werden wir die Beitragssätze
spürbar senken", sagte Ulla Schmidt. Schon im Jahr 2004 werden die
Versicherten dies
spüren. |
Diese Gesundheitspolitik gefährdet unsere
Gesundheit
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Freitag, 12. November
2004
Die Ministerin hofft, dass der durchschnittliche
Beitragssatz Anfang nächsten Jahres noch knapp unter
14 Prozent sinken kann. Das ursprüngliche Ziel von 13,6 Prozent
habe man wegen der verschlechterten Einnahmen aus konjunkturellen Gründen
und der hohen Schulden der Kassen aufgeben
müssen. |
Aber :
In jeder Organisation gibt es eine Person, die
Bescheid weiß. Diese
Person muß entdeckt und gefeuert werden, sonst kann die
Organisation
nicht funktionieren. (Cyril Northcote Parkinson)
Diese Gesundheitspolitik gefährdet unsere
Gesundheit
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In der 1.Reform 2003 ( BSSichG
) war offiziell ein Solidarbeitrag der Apotheken von ca. 300 Mio Euro
vorgesehen. Die Apoteheken haben das Ministerium wiederholt
darauf hingewiesen, dass die Berechnungen eine Belastung der Apotheken von
über 1 Mrd. ergeben würden ! Dies wurde vom Ministerium monatelang
bestritten !
In einem
internen Papier des Ministeriums Der Satz klingt eindeutig: "Die Apotheken
werden über Gebühr zur Konsolidierung der Arzneimittelausgaben
herangezogen." Formuliert hat die Worte der SPD-Gesundheitsexperte Eike
Hovermann in einem Antrag, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt und den
mehrere SPD-Parlamentarier unterschrieben haben. Ihr Ziel: Die Koalition
soll Sparopfer der Apotheker wieder zurücknehmen, am Dienstag will die
Fraktion darüber beraten. Anlass ist das "Beitragssatzsicherungsgesetz"
vom Januar. Damit will Schmidt bei den Arzneiausgaben sparen. Apotheker
und Arzneigroßhändler sollen spezielle Rabatte an die Krankenkassen
zahlen, die Apotheken 300 Millionen, Großhändler 600 Millionen Euro. Laut
Hovermann würden die Apotheken aber stärker belastet, da der Großhandel
den "zugedachten Einsparbeitrag weitestgehend auf die Apotheken
überwälzt". Statt 300 Millionen müssen die Apotheken so 900 Millionen Euro
aufbringen. "Diese Entwicklung läuft den gesetzgeberischen Intentionen
zuwider", heißt es im Antrag.
Erst jetzt werden die
Belastungen auch vom Ministerium eingestanden ( Aug 2003 )
: Die stellvertretende Vorsitzende der
SPD-Bundestagsfraktion, Gudrun Schaich-Walch, hat Vorwürfe zurückgewiesen,
die Gesundheitsreform werde vor allem die Patienten belasten. Auch
Apotheker würden hart getroffen. Bei der Ausgestaltung der Eckpunkte
hätten Regierung und Opposition Patienten und Leistungserbringer
gleichermaßen belastet, sagte Schaich-Walch, bei einer Veranstaltung der
Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen. Bei der Bewertung der
anstehenden Gesundheitsreform müssten auch die Belastungen durch das
Beitragssatzsicherungsgesetz einbezogen werden. Schaich-Walch räumte ein,
dass von den Leistungserbringern die Apotheker wohl am härtesten getroffen
wurden. Wie der Pharmazeutische Großhandel hätten sie im Gegensatz zu den
Ärzten nicht nur eine Nullrunde, sondern sogar deutliche Verluste zu
verkraften.
|
Wer immer dieses Land ab September regiert, so
sollte er nicht weitermachen !
Also lassen wir den Kopf nicht hängen und kämpfen wir weiter für
mehr Anstand und mehr Ehrlichkeit im Umgang miteinander, denn
:
Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht,
dann sollte man den Kopf nicht
hängen lassen. - Jürgen Becker (deutscher
Schriftsteller (geb. 1932))